Für ein nachhaltiges und tiergerechtes Stadttaubenmanagement in Luzern

Luzern braucht eine nachhaltige Lösung, die Mensch, Tier und Stadt gleichermassen gerecht wird.

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«Eure Stimmen machen unsere sichtbar.»

– Elvis, Stadttaube aus Luzern

Nächstes Ziel: 4'000
Zusätzlich vor Ort gesammelte Unterschriften 399

Jede Stimme zählt: Alle dürfen unterschreiben – unabhängig von Alter, Nationalität oder Wohnort.

Wir fordern ein nachhaltiges und tiergerechtes Stadttaubenmanagement.

Wir fordern die Stadt Luzern auf, ein nachhaltiges und tiergerechtes Stadttaubenmanagement nach dem Augsburger Modell einzuführen. Damit soll die Stadttaubenpopulation langfristig und tierschutzgerecht reguliert werden. Zudem sollen Verschmutzungen und Nutzungskonflikte im öffentlichen und privaten Raum nachhaltig reduziert werden.

Das Stadttaubenproblem ist menschengemacht – und lösbar.

Die heutige Situation belastet gleichermassen Bevölkerung, Hauseigentümerschaften, Gewerbe und Stadttauben. Verschmutzungen, hohe Reinigungskosten und leidende Tiere sind keine unvermeidbaren Begleiterscheinungen des Stadtlebens, sondern die Folge eines mangelhaften Stadttaubenmanagements.

Stadttauben sind ein Produkt menschlicher Domestizierung mit einem stark ausgeprägten Fortpflanzungstrieb. Seit sie freigesetzt wurden oder aus menschlicher Haltung entkommen sind, sind sie gezwungen, als heimatlose Tiere auf der Strasse zu leben.

Mit betreuten Taubenschlägen nach dem Augsburger Modell existiert seit vielen Jahren eine praxiserprobte Lösung, welche Tierwohl, Sauberkeit und Wirtschaftlichkeit miteinander verbindet.

Das Problem und die Lösung in zwei Minuten erklärt.

Viele Stimmen. Ein gemeinsames Anliegen.
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Im Umgang mit Stadttauben braucht es auch in Luzern ein Umdenken – hin zu langfristigen, fundierten und tierschutzkonformen Konzepten. Professionell geführte Taubenschläge mit Eiertausch und Fütterungsmanagement sind dabei zentral.

Sibel Konyo

MLaw · Rechtswissenschaftliche Mitarbeiterin
Stiftung für das Tier im Recht (TIR)

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Als Architekt und Denkmalpfleger weiss ich um die Herausforderungen, die Taubenkot an unseren historischen Fassaden verursacht. Das Augsburger Modell mit betreuten Schlägen ist eine nachhaltige Lösung für Luzern: Es respektiert das Tierwohl und schützt unsere wertvollen Kulturgüter effizient vor Verschmutzung.

Gerold Kunz

Architekt ETH SIA BSA · Denkmalpfleger

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Aus Sicht der Verhaltensbiologie ist der reine Futterentzug bei Stadttauben kein wirksames Mittel zur Populationskontrolle, sondern führt schlicht zu Tierleid und chronischer Mangelernährung. Nur durch artgerechte Versorgung in betreuten Schlägen und systematischen Eiertausch lässt sich der Bestand nachhaltig, artgerecht und effektiv regulieren.

Jasmine Klasen

Verhaltensbiologin

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Stadttauben sind verwilderte Haustiere. Sie hungern zu lassen, verursacht enormes Leid und ist schlicht grausam. Wir Menschen sind in der Verantwortung – auch in Luzern, ein modernes und erwiesenermassen wirksames Management zu betreiben: betreute Taubenhäuser und Eiertausch bspw.

Dr. med. vet. Karim Montasser

Tierarzt · YouTuber · Autor

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Es ist ethisch nicht tragbar, domestizierte Tiere ihrem Schicksal und dem Hungertod zu überlassen. Mit einem Konzept nach Augsburger Modell entscheidet sich Luzern für Mitgefühl statt Verdrängung.

Sarah Heiligtag

Ethikerin · Bäuerin · Tierschützerin

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Als Raumentwickler sehe ich die Stadt als Lebensraum für alle. Ein artgerechter Umgang mit Stadttauben ist für mich Ausdruck einer modernen Stadtentwicklung.

Piet Luethi

Geschäftsführer · Planteam S AG · Luzern

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Kunst lehrt uns genau hinzuschauen, gerade dorthin, wo wir im Alltag gerne wegsehen. Das Stille Leid der Stadttauben im öffentlichen Raum geht uns alle an. Ein tiergerechtes Management wie das Augsburger Modell wäre für Luzern ein längst überfälliger Schritt hin zu einer Stadt, die Verantwortung lebt.

Chantal Kaufmann

Künstlerin · Tierrechtsaktivistin

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Als Umweltingenieur und gebürtiger Luzerner liegt mir nicht nur unsere Stadt am Herzen, sondern auch die Tiere, die mit uns in ihr leben. Betreute Taubenschläge nach dem Augsburger Modell sind für mich die einzig vernünftige Lösung. Sie senken langfristig die Reinigungskosten, schützen unsere Infrastruktur und verhindern unnötiges Tierleid. Genau so stelle ich mir eine nachhaltige Stadtentwicklung vor – verantwortungsvoll gegenüber Mensch, Tier und Umwelt.

Severin Erb

Fachspezialist Umwelt beim Kanton Luzern

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Als Künstler glaube ich an die Kraft des Mitgefühls und der Menschlichkeit. Diese Werte sollten auch für die Tiere gelten, die unsere Städte mit uns teilen. Deshalb unterstütze ich die Petition für ein tiergerechtes Stadttaubenmanagement.

Reuben Mbonambi

Opernsänger am Luzerner Theater

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Stadttauben gehören seit Generationen zu unseren Städten – und damit auch zu unserer Verantwortung. Luzern kann mit einem modernen, tiergerechten Stadttaubenmanagement nach dem Augsburger Modell eine Vorreiterrolle einnehmen und zeigen, wie ein respektvolles und nachhaltiges Zusammenleben von Mensch und Tier gelingen kann.

Julia Brosi

Projektleiterin Kampagnen und Tierschutz bei Stiftung ProTier

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Ich bin Krienser Bürger, habe aber viele Jahrzehnte meines Lebens in der Stadt Luzern verbracht. Als Musiker und kulturschaffender Komponist war das typische Gurren der Tauben immer Musik in meinen Ohren! Ich möchte die sympathischen und traditionsreichen Vögel in unserer Leuchtenstadt nicht länger leiden sehen. Ich unterstütze ein Modell für die Erhaltung dieser Tiere, so, wie es bereits in Augsburg erfolgreich praktiziert wurde.

Heinz Affolter

Musiker, Komponist und ehemaliger Dozent für Gitarre an der HSLU

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Mit meinem Spiel mache ich mit Humor auf ein Problem aufmerksam. Denn es gibt immer einen klügeren Weg als die reine Symptombekämpfung. Betreute Taubenschläge und systematischer Eiertausch sind keine Utopie, sondern praxiserprobte Konzepte, die Tierwohl und städtische Sauberkeit wirtschaftlich verbinden. Ich unterstütze diese Petition, weil Luzern jetzt die Chance hat, mit gutem Vorbild voranzugehen.

Davide Morotti

Tech Consultant · Software Engineer · Entwickler von Super Pigeon

Vom Menschen domestiziert. Heute heimatlos in unseren Städten.

Stadttauben sind Nachkommen domestizierter Haus- und Brieftauben. Über Jahrtausende an den Menschen angepasst, weisen sie Eigenschaften auf, die ein selbstständiges Leben in der Stadt erschweren: Sie sind äusserst standorttreu, brüten ganzjährig und nutzen Gebäude als Brutplätze. Stadttauben stellen kein höheres Gesundheitsrisiko dar als andere Vögel.

Als Körnerfresser finden sie in der Stadt kaum artgerechte Nahrung und ernähren sich aus Hunger von menschlichen Abfällen. Die Folgen sind Fehl- und Mangelernährung, Krankheiten und Verletzungen. Auf der ständigen Suche nach Nahrung halten sie sich häufig am Boden auf und verfangen sich mit den Füssen in Haaren, Schnüren und anderen fadenartigen Abfällen – oft mit schweren Verletzungen als Folge.

Zwei Stadttauben auf einem Holzsteg am Wasser

Luzern hat zwei Taubenschläge – doch ein nachhaltiges Stadttaubenmanagement fehlt.

In der Stadt leben nach Schätzungen der Behörden rund 2'000 bis 3'000 Stadttauben. Die beiden bestehenden Taubenschläge bieten lediglich 180 Brutnischen und erreichen damit nur einen kleinen Teil der Population.

Entscheidend ist zudem: Eine artgerechte Fütterung findet in den Schlägen nicht statt. Damit fehlt ein zentraler Mechanismus, der wesentlich zur Bindung der Tauben an die Schläge beiträgt. Die Tiere suchen weiterhin im öffentlichen Raum nach Nahrung und brüten an Gebäuden, auf Balkonen und an anderen unkontrollierten Standorten.

Die Stadt Luzern vertritt den Standpunkt, dass im öffentlichen Raum genügend Nahrung für die Stadttauben vorhanden sei. Eine Verknappung des Nahrungsangebots senkt die Brutaktivität jedoch kaum, erhöht aber die Sterberate und Krankheitsanfälligkeit. Auch der bei Stadttauben häufig beobachtete flüssige sogenannte «Hungerkot» steht im Zusammenhang mit Mangelernährung.

Zwei Taubenschläge allein sind noch kein Stadttaubenmanagement. Ohne ein aufeinander abgestimmtes Gesamtkonzept bleiben Verschmutzung, unkontrollierte Brut und Tierleid bestehen.

Ähnliche Population – unterschiedliches Management.

Vergleich als Grafik öffnen

Luzern 🇨🇭

Anzahl Stadttauben ca. 2'500
Betreute Einrichtungen 2 Taubenschläge
Vorhandene Brutnischen 180 Brutnischen
Kontrollierte Fütterung Nein
Medizinische Grundversorgung Unbekannt
Systematischer Eiertausch Ja, Umfang unbekannt
Implementierungsjahr 2003 / 2007
Fläche des Stadtgebiets 29,11 km²
Einwohnerzahl 86'234
Bevölkerungsdichte 2'962 Einw./km²

Augsburg 🇩🇪

Anzahl Stadttauben ca. 2'000
Betreute Einrichtungen 10 Schläge + 2 Türme
Vorhandene Brutnischen ≈ 900 (Richtwert*)
Kontrollierte Fütterung Ja
Medizinische Grundversorgung Ja
Systematischer Eiertausch 7'000–8'000 Eier/Jahr
Implementierungsjahr ab 1997
Fläche des Stadtgebiets 146,85 km²
Einwohnerzahl 301'786
Bevölkerungsdichte 2'055 Einw./km²

* Die genaue Anzahl der Brutplätze wurde am 13. Juli 2026 beim Tierschutzverein Augsburg angefragt. Die Angabe von rund 900 Brutplätzen ist deshalb vorläufig ein Richtwert.

Augsburg setzt seit Jahrzehnten auf ein umfassendes Stadttaubenmanagement. Betreute Taubenschläge, kontrollierte Fütterung, medizinische Grundversorgung und systematischer Eiertausch bilden die Grundlage dieses Konzepts. Es verbindet Tierwohl, Sauberkeit und eine nachhaltige Bestandsregulierung.

Betreute Taubenschläge statt Symptombekämpfung.

Ein nachhaltiges Stadttaubenmanagement nach dem Augsburger Modell basiert auf mehreren aufeinander abgestimmten Massnahmen.

01

Betreute Taubenschläge

Einrichtung betreuter Taubenschläge an geeigneten Hotspots.

02

Artgerechte Versorgung

Eine artgerechte Fütterung bindet die Population an den Schlag. Dies und eine medizinische Versorgung der Tiere gewährleistet ein gesunder Bestand.

03

Bestandsregulierung

Nachhaltige Regulierung der Population durch systematischen Eiertausch.

04

Brutplätze schliessen

Tiergerechtes und sauberes Verschliessen ungeeigneter unkontrollierter, wilder Brutplätze.

05

Reinigung und Hygiene

Durch die Bindung an den Schlag verbringen die Tauben den Grossteil des Tages im Schlag. Der Kot fällt dort an und kann einfach und fachgerecht entsorgt werden.

06

Aufklärung und Lenkung

Gezielte Aufklärung der Bevölkerung sowie – wo erforderlich – Fütterungsverbote ausserhalb der Schläge.

Gesamtkonzept ansehen

Warum Tötungen keine nachhaltige Lösung sind

Tötungen beseitigen die Ursachen des Stadttaubenproblems nicht. Dezimierte Bestände können sich durch Zuzug und frei werdende Ressourcen wieder erholen.

Weitere Stimmen für eine nachhaltige Lösung.
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Als tierliebende Frau liegt mir der respektvolle Umgang mit allen Lebewesen und unserem Lebensraum am Herzen. Ich setze mich dafür ein, dass auch Stadttauben als Teil unserer urbanen Natur artgerecht behandelt werden.

Andrea Schaller

Raumentwicklerin · Luzern

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Tauben gehören zu unseren Städten – und sie sehen toll aus, sind superschlau, verspielt und freundlich. Da sie klassische Haus-Tiere sind, stehen ihnen sichere Taubenhäuser zu, in denen wir zudem ihre Bestände prüfen und einstellen können.

Dr. Mark Benecke

Kriminalbiologe

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Wahre Stärke zeigt sich im Respekt gegenüber den Schwächsten. Das grausame Aushungern von Luzerner Stadttauben muss enden. Es gibt eine nachhaltige Lösung: Betreute Taubenschläge nach Augsburger Modell.

Pascal Egger

Inhaber einer Karateschule in Luzern · Mitgründer von Advocates for Animals

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Als Politikerin der Jungen Grünen und Einwohnerrätin in Horw setze ich mich konsequent für Tierwohl auf der ganzen Welt ein. Deshalb unterstütze ich das Stadttaubenkonzept, welches artgerechteres Leben für die Tauben und mehr Sauberkeit für die Menschen ermöglicht.

Maline Zimmermann

Einwohnerrätin Junge L20 Horw und Mitglied der Jungen Grünen Kanton Luzern

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Wie eine Stadt mit den Tieren umgeht, sagt einiges über sie aus. Das Augsburger Modell ist eine tierschutzgerechte Populationskontrolle und hält gleichzeitig die Verschmutzung der Stadt im Rahmen. Aus diesem Grund unterstütze ich die Petition - Mit Respekt zur Taube.

Jason Elsener

Präsident Junge GLP

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Nehmen wir Verantwortung wahr für die Tauben als verwilderte Haustiere. Sorgen wir mit dem Augsburger Modell für gesunde Taubenpopulationen und saubere Stadtbilder – zum Wohl von Tieren und Menschen.

Roman Bolliger

Kantonsrat · Grüne Kanton Luzern

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Als SP Kantonsrätin und auch Einwohnerrätin in Horw, kannte ich den Lösungsvorschlag der tiergerechteren Bekämpfung von Stadttauben zuerst nicht. Nachdem mich der Verein im Detail aufgeklärt hat, stelle ich mich voll und ganz hinter die Lösung und das Anliegen, dass meiner Meinung nach nur Vorteile bringt und zudem erprobt ist.

Sofia Galbraith

Kantonsrätin SP · Einwohnerrätin Horw · AKK-BUWD

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Es ist Zeit für einen Systemwechsel in Luzern: Das blosse Aushungern von Stadttauben ist grausam und ineffektiv. Nur durch betreute Schläge und einen systematischen Eiertausch schafft Luzern eine Lösung, die das Tierleid beendet und die Stadt entlastet.

Meret Schneider

Nationalrätin · Grüne ZH

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Ich erinnere mich, dass Stadttauben schon zu Zeiten meines Vaters, der für kirchliche Gebäude in der Stadt Luzern verantwortlich war, ein grosses Thema waren. Damals schien das Töten die einzige Lösung zu sein. Umso wichtiger finde ich es, dass wir heute nachhaltigere und tiergerechte Wege kennen – und sie auch nutzen.

Eva Wiss

Einwohnerin der Stadt Luzern

Ein betreutes Stadttaubenmanagement nützt Mensch, Tier und Stadt.

Sauberkeit

Weniger Verschmutzungen an Fassaden, Balkonen, Dächern und im öffentlichen Raum.

Der Grossteil des Taubenkots fällt im betreuten Schlag an und kann dort entsorgt werden.

Wirtschaftlichkeit

Weniger Kosten für Reinigung, Unterhalt und Vergrämungsmassnahmen.

Langfristig wirtschaftlicher als kurzfristige Symptombekämpfung.

Tierwohl

Nachhaltige und tierschutzgerechte Bestandsregulierung durch Eiertausch.

Weniger Hunger, Fehl- und Mangelernährung sowie frühzeitige Betreuung verletzter Tiere.

Image

Luzern setzt auf eine praxiserprobte und ganzheitliche Lösung.

Eine Lösung, die Bevölkerung, Gewerbe, Stadtbild und Tierschutz zusammenbringt.

Noch Fragen?

Wieso gibt es überhaupt so viele Tauben in den Städten?

Stadttauben sind die Nachkommen domestizierter Haus-, Brief- und Zuchttauben. Über Jahrtausende wurden sie vom Menschen gezüchtet und gehalten. Entflogene, verirrte oder ausgesetzte Tiere schlossen sich bestehenden Stadttaubenpopulationen an. Dieser Zuzug aus menschlicher Haltung findet auch heute noch statt.

Gleichzeitig besitzen Stadttauben einen vom Menschen angezüchteten, ausgeprägten Bruttrieb. Anders als ihre wilden Vorfahren können sie bei geeigneten Bedingungen nahezu ganzjährig brüten und mehrere Bruten pro Jahr aufziehen. Dieser Bruttrieb bleibt auch bei knapper Nahrung bestehen und lässt sich nicht einfach durch Fütterungsverbote unterbinden.

Die hohen Bestände sind deshalb das Ergebnis mehrerer Faktoren: jahrhundertelanger Domestikation, eines angezüchteten intensiven Brutverhaltens, geeigneter Brutplätze an Gebäuden sowie des fortlaufenden Zuzugs aus der Taubenhaltung.

Ein nachhaltiges Stadttaubenmanagement setzt deshalb nicht auf Hunger oder Vertreibung, sondern auf betreute Taubenschläge mit kontrollierter Fütterung, konsequentem Eiertausch und der Reduktion unkontrollierter Brutplätze.

Mehr zu Herkunft und Brieftauben

Können die Tauben nicht einfach eingefangen und ausserhalb der Stadt ausgesetzt werden?

Nein. Stadttauben stammen von domestizierten Haustauben ab und sind durch ihre Domestikationsgeschichte eng an den Menschen und menschliche Siedlungsräume gebunden. Als Nachkommen der Felsentaube nutzen sie Gebäude und andere geschützte Strukturen als Aufenthalts- und Brutplätze.

Stadttauben sind zudem ausgesprochen standorttreu. Sie orientieren sich an ihrem gewohnten Lebensraum und versuchen häufig, zu ihrem angestammten Standort zurückzukehren. Gelingt dies nicht, entstehen die gleichen Konflikte einfach an einem anderen Ort.

Eine Umsiedlung löst das Problem deshalb nicht, sondern verlagert es lediglich. Eine nachhaltige Lösung besteht darin, die Population vor Ort tierschutzgerecht zu regulieren und die Tiere an betreute Taubenschläge zu binden.

Mehr zu Taubenschlägen und Bestandsregulierung

Was bringt ein betreuter Taubenschlag der Bevölkerung?

Werden Tauben an betreute Schläge gebunden, verbringen sie einen grossen Teil des Tages dort. Dadurch fällt auch ein grosser Teil des Kots im Taubenschlag an und kann fachgerecht entsorgt werden. Verschmutzungen, wilde Brutplätze und Nutzungskonflikte im öffentlichen und privaten Raum können so nachhaltig reduziert werden.

Mehr zu Stadttauben und Stadtraum

Luzern hat bereits zwei Taubenschläge – warum reichen diese nicht?

In Luzern leben nach Schätzungen der Behörden rund 2'000 bis 3'000 Stadttauben. Die beiden bestehenden Taubenschläge bieten Brutplätze für lediglich rund 180 Paare und erreichen damit nur einen kleinen Teil der Population. Zudem findet dort keine reguläre artgerechte Fütterung statt, wodurch ein zentraler Mechanismus zur dauerhaften Bindung der Tauben fehlt.

Mehr zum Luzerner Stadttaubenmanagement

Wie wird die Anzahl der Tauben in einem tiergerechten Stadttaubenmanagement verringert?

In den betreuten Taubenschlägen werden die gelegten Eier regelmässig kontrolliert und im Rahmen eines systematischen Eiertauschs durch Attrappen ersetzt. Einzelne Bruterfolge können gezielt zugelassen werden, um die Bindung der Tauben an den Taubenschlag zu unterstützen. Die Population wird auf diese Weise langfristig und tierschutzgerecht reguliert.

Mehr zu Eiertausch und Bestandsregulierung

Warum verabreicht man den Tauben nicht einfach die «Taubenpille»?

Die sogenannte «Taubenpille» enthält den Wirkstoff Nicarbazin. Dieser wurde ursprünglich nicht zur Verhütung entwickelt, sondern zur Bekämpfung der Kokzidiose eingesetzt, einer parasitären Darmerkrankung bei Geflügel. Die vorübergehende Beeinträchtigung der Fortpflanzung wurde als Nebenwirkung festgestellt.

Nach Herstellerangaben verhindert Nicarbazin bei kontinuierlicher Aufnahme die normale embryonale Entwicklung befruchteter Eier. Der Wirkstoff kann zudem die Legeleistung und die Beschaffenheit der Eier verändern. Bei Hühnern wurden unter anderem kleinere Eier, Veränderungen des Dotters und der Dotterhaut sowie Veränderungen der Eierschale beobachtet. Dadurch können Fruchtbarkeit und Schlupfrate sinken.

Damit die Wirkung anhält, müssten die Tauben das behandelte Futter regelmässig und in der erforderlichen Dosierung aufnehmen. Bei frei lebenden Schwärmen lässt sich jedoch kaum kontrollieren, welches Tier wie viel davon frisst. Dominante Tauben könnten zu viel aufnehmen, andere zu wenig. Auch andere Vogelarten könnten an das behandelte Futter gelangen.

Hinzu kommen mögliche Nebenwirkungen. Bei Hühnern wurden unter anderem Leberverfettung, eine erhöhte Temperaturempfindlichkeit sowie eine verringerte Futter- und Wasseraufnahme beschrieben. Langzeitstudien zur Verträglichkeit bei Stadttauben fehlen. Gerade bei Hitze oder bei bereits geschwächten Tieren wirft eine dauerhafte Verabreichung deshalb erhebliche Tierschutzfragen auf.

Die «Taubenpille» ersetzt zudem weder geeignete Brutplätze noch Gesundheitskontrollen, die Versorgung verletzter Tiere oder die hygienischen Vorteile betreuter Taubenschläge. Deshalb betrachten wir sie nicht als gleichwertigen Ersatz für ein umfassendes Stadttaubenmanagement mit kontrollierter Fütterung und systematischem Eiertausch.

Mehr zur sogenannten «Taubenpille»
Fachinformationen zu Nicarbazin · Vetpharm UZH

Ist der Eiertausch nicht Tierquälerei?

Nein. Beim Eiertausch werden die Eier vorsichtig durch künstliche Eier ersetzt. Die Tauben können ihr natürliches Brutverhalten ausleben, ohne dass immer wieder neue Küken entstehen oder die Tiere durch das Entfernen der Gelege zu erneuten Brutversuchen angeregt werden.

Für Taubenembryonen liegen bislang keine direkten Untersuchungen zum Beginn des Schmerzempfindens vor. Erkenntnisse aus der Forschung an Hühnerembryonen sprechen jedoch dafür, dass in den ersten Tagen der Embryonalentwicklung noch kein Schmerzempfinden möglich ist. Der Eiertausch erfolgt in einer frühen Phase der Brut. Dadurch kann die Bestandsentwicklung tierschutzgerecht reguliert werden, während die Tauben ihr artspezifisches Verhalten weiterhin ausleben können.

Im Gegensatz dazu führt unkontrollierte Brut häufig dazu, dass viele Jungtiere unter schwierigen Bedingungen aufwachsen oder verhungern. Der Eiertausch ist deshalb eine tierschutzgerechte Methode zur Populationsregulation.

Warum helfen Abwehrmassnahmen wie Spikes oder Netze nicht?

Abwehrmassnahmen können einzelne Gebäude schützen, lösen aber das eigentliche Problem nicht – sie verlagern es nur. Die Anzahl der Stadttauben in einer Stadt wird dadurch nicht nachhaltig reduziert. Stadttauben sind ortstreu und suchen sich bei Vergrämung meist neue Brutplätze oder andere Aufenthaltsorte.

Ein nachhaltiges Stadttaubenmanagement setzt deshalb nicht nur bei der Verdrängung an, sondern bietet den Tieren kontrollierte Alternativen wie betreute Taubenschläge.

Wieso fehlen so vielen Stadttauben Zehen?

Die Ursache dafür sind menschliche Abfälle wie Haare, Fäden, Schnüre oder feine Drähte. Beim Laufen und bei der Futtersuche können sich diese Materialien um die Zehen und Füsse der Tauben wickeln. Durch die Bewegungen ziehen sie sich immer enger zusammen und schnüren die Blutzufuhr ab.

Das führt zu Schwellungen, tiefen Verletzungen, Infektionen und zum Absterben des Gewebes. Wird die Verschnürung nicht rechtzeitig entfernt, können einzelne Zehen oder sogar Teile des Fusses verloren gehen. Dieses Verletzungsbild wird häufig als «Stringfoot» bezeichnet.

Warum reicht ein reines Fütterungsverbot nicht aus?

Stadttauben brüten aufgrund ihrer Domestikation auch bei knappem Nahrungsangebot weiter. Ein reines Fütterungsverbot führt deshalb nicht automatisch zu einer nachhaltigen Verringerung der Population. Stattdessen verstärkt es Hunger und Mangelernährung. Zusätzlich erschwert es die gezielte Bindung der Tiere an betreute Taubenschläge.

Mehr zu Hunger und Fortpflanzung

Führt das Füttern nicht zu noch mehr Tauben?

Unkontrollierte zusätzliche Fütterung kann die lokale Taubendichte und den Bruterfolg begünstigen. Bei einem betreuten Taubenschlag wird dagegen gezielt und bedarfsgerecht gefüttert, während die Fortpflanzung gleichzeitig durch systematischen Eiertausch reguliert wird. Entscheidend ist deshalb nicht «füttern oder nicht füttern», sondern ein aufeinander abgestimmtes Gesamtkonzept.

Darf ich die Tauben privat auf der Strasse füttern?

Nein. Im ganzen Kanton Luzern ist das Füttern von Wildtieren grundsätzlich bewilligungspflichtig. Für die private Fütterung von Stadttauben im öffentlichen Raum wird in aller Regel keine Bewilligung erteilt.

Ein betreuter Taubenschlag verfolgt einen anderen Ansatz: Dort erfolgt die Fütterung kontrolliert, mit geeignetem Futter und an einem definierten Standort. Dadurch können die Tiere versorgt und gleichzeitig an den betreuten Schlag gebunden werden.

Ein nachhaltiges Stadttaubenmanagement verbindet deshalb Versorgung, Gesundheitskontrolle und tierschutzgerechte Bestandsregulierung, statt die Tiere sich selbst zu überlassen.

Übertragen Tauben Krankheiten auf den Menschen?

Stadttauben stellen für die Allgemeinbevölkerung kein besonderes Gesundheitsrisiko dar. Zwar können Tauben, wie andere Vögel auch, Krankheitserreger in sich tragen. Die meisten dieser Erreger sind jedoch artspezifisch und spielen für die menschliche Gesundheit keine relevante Rolle.

Auch die häufig erwähnten Salmonellen und Viren stellen im Alltag kein nennenswertes Ansteckungsrisiko dar. Eine Übertragung auf Menschen kommt nur sehr selten vor und betrifft vor allem Personen mit engem Kontakt zu vielen Tieren oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Die frühere Darstellung der Stadttaube als Gesundheitsgefahr entspricht nach heutiger wissenschaftlicher Einschätzung nicht mehr dem aktuellen Kenntnisstand. Entscheidend ist wie bei allen Tieren ein hygienischer Umgang mit Ausscheidungen und kranken Tieren.

Ein betreutes Stadttaubenmanagement trägt zusätzlich dazu bei, die Gesundheit der Tiere zu kontrollieren und den hygienischen Umgang mit Tauben zu verbessern.

Mehr zu Gesundheit und Zoonosen

Was kostet ein betreuter Taubenschlag und wer bezahlt das?

Die Kosten hängen von der Grösse, dem Standort und der Art des Taubenschlags ab. Ein bestehender Raum kann beispielsweise günstiger umgebaut werden als ein neu errichteter Taubenturm.

Zu den einmaligen Kosten gehören unter anderem die Einrichtung des Schlages, Nistplätze, Futter- und Trinksysteme sowie notwendige bauliche Anpassungen. Laufende Kosten entstehen vor allem durch Betreuung, Futter, Reinigung und Entsorgung.

In der Regel werden betreute Taubenschläge durch die öffentliche Hand finanziert, da sie Teil eines kommunalen Stadttaubenmanagements sind. Möglich sind auch Kooperationen mit Unternehmen, Liegenschaftsbesitzenden oder Tierschutzorganisationen.

Langfristig können betreute Taubenschläge Kosten reduzieren, weil Verschmutzungen, aufwendige Vergrämungsmassnahmen und Konflikte im öffentlichen Raum abnehmen.

Geben Sie den Luzerner Stadttauben Ihre Stimme.

Unterstützen Sie unsere Petition für ein nachhaltiges und tiergerechtes Stadttaubenmanagement in Luzern.

Jede Stimme zählt: Alle dürfen unterschreiben – unabhängig von Alter, Nationalität oder Wohnort.

Möchten Sie unsere Petition öffentlich unterstützen?

Organisationen, Vereine, Unternehmen und Parteien, die sich für ein tiergerechtes und nachhaltiges Stadttaubenmanagement in Luzern einsetzen und unsere Petition ideell unterstützen möchten, können sich über das Formular «Petition öffentlich unterstützen» bei uns melden.

Diese Organisationen unterstützen unsere Petition für ein tiergerechtes und nachhaltiges Stadttaubenmanagement in der Stadt Luzern.

Super Pigeon

Bei aller Ernsthaftigkeit des Themas, der Humor ist uns noch nicht abhandengekommen.

Operation Clean Luzern: Lass dich beim Taubenfüttern nicht erwischen.

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Konzept und Entwicklung: Davide Morotti

Über uns

Wir sind die Sektion Luzern von Stadttauben Schweiz. Seit unserer Gründung im Jahr 2025 engagieren wir uns für einen tiergerechten und nachhaltigen Umgang mit Stadttauben. Mit Aufklärungsarbeit und politischem Engagement setzen wir uns für ein zeitgemässes Stadttaubenmanagement in Luzern ein.

Sonja

Sonja

Livia

Livia

Charlotte

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Debby

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Stefania

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